Karies

Was ist Karies (Zahnfäule)?

In der Mundhöhle leben unter anderen auch Bakterien, welche Säuren bilden. Können diese Bakterien an der Zahnoberfläche ungestört über einen längeren Zeitraum Säure abgeben, so löst sich der Zahnschmelz auf. Es bilden sich kleine Substanzdefekte. Diese werden immer größer und es entsteht eine behandlungsbedürftige Karies, ein Loch.

Welche wesentlichen Einflussfaktoren gibt es?

  • Es müssen entsprechende Mengen an säurebildende Bakterien auf der Zahnoberfläche sein,

  • Die Bakterien müssen genug "zu Essen" haben (Zucker, kurzkettige Kohlenhydrate),

  • Dies muss über einen längeren Zeitraum der Fall sein.

Was kann ich tun um Karies zu vermeiden?

  • Gründliches Putzen: Durch die Zahnpflege von Hand oder mit einer elektrischen Zahnbürste können die Außenflächen, die Innenflächen und die Kauflächen der Zähne gereinigt werden. (2 x am Tag)

  • Reinigen der Zahnzwischenräume: Da weder mit der Handzahnbürste noch mit der elektrischen Zahnbürste die Zahnzwischenräume gereinigt werden können, müssen diese separat gereinigt werden. Dies bereitet Schwierigkeiten, da die Zwischenräume meist sehr eng und schlecht zu erreichen sind. Zudem variiert die Größe von Zwischenraum zu Zwischenraum. Die Zahnzwischenraumpflege erfolgt entweder durch den Gebrauch von Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten. (mindestens 1 x Woche, ideal täglich; jeweils abends vor den "normalen" Zähneputzen)

  • Professionelle Zahnreinigung (PZR): Bei der PZR werden sämtliche Zahnoberflächen poliert und fluoridiert. Dadurch kann die Bakterienzahl im Mund weiter gesenkt werden. Diese Maßnahme wird von einer fortgebildeten zahnmedizinischen Fachkraft durchgeführt. (2 x Jahr)

  • Richtige Ernährung: Die Bakterien benötigen Zucker / kurzkettige Kohlenhydrate um Säure bilden zu können. Ist viel "Nahrung" für die Bakterien da, so produzieren diese viel Säure und darüber hinaus vermehren sich die Bakterien dramatisch. Daher sollten sie nur wenige süße Mahlzeiten zu sich nehmen. Besonders schädlich ist häufiger Zuckerkonsum (Süßigkeiten) und klebrige Nahrungsmittel (Schokolade, manche Frühstücksflocken), da diese lange auf den Zähnen haften bleiben.

  • Zahnpasta: Verwenden Sie nach Möglichkeit eine fluorhaltige Zahnpasta.

Wenn Sie mehr über Zahnpflege wissen wollen:

Es gibt seit 2018 so genannte Leitlinien der deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO) für:

- Häusliches mechanisches Biofilmmanagement in der Prävention und Therapie der Gingivitis (Zähne putzen)

- Häusliches chemisches Biofilmmanagement in der Prävention und Therapie der Gingivitis (Verwendung von Spüllösungen)

Man lernt nie aus

Auszug aktueller Fortbildungen:

  • 26.04.2024 - 28.04.2024 Wie man parodontal stark geschädigte Zähne erhalten kann, Fachzahnärztin Denise Abadji, Stockholm, Schweden

  • 11.03.2024 Epigenetik - Nicht die Gene steuern uns, wir steuern die Gene, Prof. Dr. Jörg Spitz, Schlangenbad

  • 24.03.2023 - 26.03.2023 Wie Ernährung Parodontitis und Karies steuert, PD Dr. Johan Wölber, Freiburg

  • 10.10.2022 Prophylaxe Update, PD Dr. Yvonne Wagner, Stuttgart

  • 25.03.2022 - 27.03.2022 Alles über das Kiefergelenk, Beschwerden, Diagnose, Therapie und Wahl von keramischen Materialien, Prof. Per Vult von Steyern, Malmö, Schweden und Jan Frydensberg Thomsen, Kopenhagen, Dänemark

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